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Asahi
Admin ☆ Sainō
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Gruppe : Sainō

Sa Feb 27, 2016 1:33 pm

Storyline


Der rote Faden


Am 12. März 2015 begannen die ersten Berichterstattungen in ganz Japan über einen neuen Virus, der gefährliche Ähnlichkeiten mit der Asiatischen Grippe hatte, die 1957 ausbrach und bis 1968 ihr Unwesen trieb und Schätzungen nach eine bis zwei Millionen Menschen das Leben kostete. Wie auch schon bei diesen Viren zeigten die ersten Wirte ähnliche Symptome wie bei einer Erkältung. Fieber, Husten und Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen - aber dabei sollte es nicht bleiben. Fast zwei Monate später, am 8. Mai desselben Jahres, hatten sich deutlich mehr Menschen mit dem Virus infiziert und die Symptome wurden schlimmer. Es kamen Übelkeit und Erbrechen hinzu, einige wenige reagierten sogar mit schmerzhaften Hautausschlägen, temporären Ohnmachtsanfällen und spontanen Lungenentzündungen auf den Fremdkörper in ihrem Organismus. Den Behörden wurde schnell klar, dass Maßnahmen ergriffen werden mussten wenn man nicht wollte, dass sich die Bedrohung zu einer Pandemie ausbreitete und mehr forderte, als ein paar lahmgelegte Fabriken und Firmen, weil niemand mehr vor die Tür gehen konnte. Unter Hochdruck entwickelten Pharmazeutiker und Laboranten einen aggressiven Impfstoff, der kurz nach Fertigstellung und einer fahrlässig kurzen Testphase an der Bevölkerung ausprobiert wurde und sofortigen Erfolg feierte. Japan atmete erleichtert auf und war, nach geringen, nicht vermeidbaren Verlusten unter der Schicht kranker und schwacher Menschen, am 27. Dezember 2015 wieder virenfrei. H10N2 war rasch und restlos besiegt worden - seine Spuren hatte er allerdings dennoch hinterlassen.

Zum Jahreswechsel 2015/2016 hin bemerkten die ersten seltsame Ziffern, die direkt über den Köpfen ihrer Mitmenschen schwebten. Sie waren immer von schwarzer Farbe, hatten immer exakt fünf Stellen und zeigten für jeden andere Zahlen an. Manchmal waren die Stellen nicht komplett ausgefüllt; für manche waren die Zahlen ein- oder zweistellig und der Rest war mit Nullen ausgefüllt, andere wiederum sahen fünfstellige, erstaunlich hohe Zahlen und doch gab es in beiden Fällen eine Gemeinsamkeit: Die Ziffern standen nicht still. Sie veränderten sich mal ins Höhere, mal ins Niedrigere und was anfänglich den meisten ein Rätsel war, stellte sich oftmals als ausgesprochen nützlich heraus. Man erkannte, dass die Zahlen Maßangaben waren und das jeder Mensch, der sie sehen konnte, ein anderes Maß sah. Was für den einen die Anzahl von Lügen war, die der Gegenüber in seinem Leben schon erzählt hatte, war für den nächsten nichts anderes als der Verlust von geliebten Personen, die der Gesprächspartner bereits hatte erleiden müssen. Alles, was im Laufe einer Existenz in Zahlen gefasst werden konnte, erschien nun über den Köpfen der Japaner und nicht wenige begannen, sich ihre Fähigkeit zu Nutze zu machen. Plötzlich befand sich die Gesellschaft im Umschwung und das schlug sich in allen Bereichen des Alltags nieder.

Inzwischen zeigt der Kalender September 2016 und es hat sich eine gewisse Alternativnormalität zum Rest der Welt eingestellt. Japans Bevölkerung hat die Zahlen als positive Bereicherung integriert und wer kann, der nutzt seine Zahlen, um damit entweder privaten oder wirtschaftlichen Profit zu machen. Die Frage nach dem Ursprung dieser Fähigkeit ist inzwischen kaum mehr zu hören, obwohl die Vermutung nahe liegt, dass dieser beim H10N2 Virus und dem verabreichten Impfstoff zu finden ist. Belege gibt es dafür keine, nur Theorien, die dadurch befeuert werden, dass all jene, die nicht krank geworden sind und auch keine Impfung erhalten oder sich bewusst dagegen entschieden haben, nicht dazu in der Lage sind, Zahlen zu sehen. In diese Richtung wird allerdings nicht geforscht und die Regierung selbst scheint daran keinerlei Interesse zu haben. Stattdessen herrschen spürbare, wenn auch nicht dominante Spannungen zwischen denen, die die Fähigkeit besitzen und jenen, die sie nicht haben. Es gab bisher jedoch keine Gelegenheit, diese Konflikte auszutragen, da durch die Grippe einiges an Arbeit liegen geblieben ist und Nishinomiyas Jugend vor einem neuen Schuljahr steht. Auch die Schüler des Sūji Internats sehen sich nun neuen und ungeahnten Herausforderungen gegenüber.

Traust du dich, dich einer Welt zu stellen, die Ungewisses für dich bereit hält?
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März 2015 - Ausbruch des unbekannten H10N2 Virus
{ Fieber, Husten und Schnupfen, schmerzhaften Hautausschläge, Übelkeit und Erbrechen, Kopf- und Gliederschmerzen, temporäre Ohnmachtsanfälle und spontanen Lungenentzündungen, sehr wenige Tote }
Fabriken & Firmen werden lahmgelegt, es gibt eine Ausgangssperre
Bis Dezember 2015 - Behandlung durch einen neuen Impfstoff
Dezember 2015 - der Virus wurde besiegt
Jahreswechsel 2015/2016 - die ersten bemerken die merkwürdigen Ziffern, die über den Köpfen ihrer Mitmenschen schweben
{ lediglich diejenigen, die infiziert wurden und einen Impfstoff verabreicht bekommen haben, sehen Zahlen und für jeden bedeuten die Ziffern etwas anderes }
September 2016 - Rollenspielstart
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Asahi
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Sa Feb 27, 2016 1:34 pm

Spielbare Posten


Sainō und Tatari



Sainō


Als Sainō [Können n; Talent n; Fähigkeit f.] werden all jene bezeichnet, die dazu in der Lage sind, die Zahlen zu sehen und ihnen allen gemein ist der Umstand, dass sie nicht nur am Virus erkrankt waren, sondern auch den heilenden und schützenden Impfstopf erhielten. Nicht alle Sainōs wissen, was es mit ihren Zahlen auf sich hat und nicht jeder ist besonders glücklich über diese Fähigkeit. Als besonders irritierend empfinden die meisten die Unfähigkeit, ihre eigenen Zahlen nicht sehen zu können, wenn sie beispielsweise in den Spiegel blicken. Wieso das so ist, weiß niemand. Allgemein ist kaum irgendetwas über dieses Talent bekannt und das Interesse an einer dahingehenden Forschung ist überaus gering bis nicht vorhanden. Gesicherte Fakten gibt es nicht, sodass sich jeder Sainō selbst mit seiner Fähigkeit auseinandersetzen muss. Selbst der Austausch mit anderen hat, aufgrund der großen Unterschiedlichkeit bei der Bedeutung der Ziffern, kaum Sinn. Ein Sehender zu sein, kommt in diesen Tagen einem Feldversuch gleich und man ist völlig auf sich allein gestellt.




Tatari


Wer weder das Pech gehabt hatte zu erkranken, noch die Notwendigkeit sah, sich impfen zu lassen, sieht sich heute mit der Tatsache konfrontiert, die Zahlen nicht sehen zu können. Leugnen, dass es sie gibt, kann allerdings kaum einer, immerhin nehmen sie bereits Einfluss auf das Tagesgeschehen - und das sorgt nicht gerade selten wir gewisse Spannungen. Tatari [Fluch m; Gottesstrafe f; schicksalhafte böse Folge] haben nicht den Vorteil, dass sie mit einem einzigen Blick bestimmte Informationen über ihre Mitmenschen in Erfahrung bringen können, die diese vielleicht lieber für sich behalten hätten, und das verweigert ihnen unter Umständen den Zugriff auf Überlegenheit, mit welcher ihnen die Sainō auf der anderen Seite oft begegnen. Obwohl die unterschiedliche Behandlung noch nicht allzu ausgeprägt ist und man auch als Tatari gut auskommen kann, vor allem, wenn man einem Sainō gegenüber steht, der seine Fähigkeit noch nicht verstanden hat oder der nicht mehr sieht als den Brustumfang des Gegenübers, wächst der Neid bei den Nicht-Sehenden kontinuierlich. Vor allem auf jene, die sich ihnen gegenüber herablassend verhalten, weil sie anders sind oder gar besser, wie der eine oder andere behaupten würde.
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Asahi
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Sa Feb 27, 2016 1:35 pm

Ort des Geschehens


This is where the magic happens


Auch wenn unser Fokus auf dem Internat liegt, ist die Stadt, in welcher unsere Handlung spielt, nicht ohne: Nishinomiya 西宮市 ist eine Stadt in der Präfektur Hyōgo auf Honshū, der Hauptinsel von Japan. Die Stadt liegt an der Bucht von Ōsaka. Mit 482.640 Einwohnern kann sich Nishinomiya sehen lassen, doch obwohl die Stadt so viele Menschen beherbergt, hat sie nichts an ihrer Idylle verloren.

Während es sehr wohl ein reges und modernes Stadtleben gibt, existieren auch ruhigere Gegenden. So gibt es den berühmten Hirota-Schrein, welcher der Göttin Amaterasu geweiht ist. Außerdem gibt es Flüsse, Bäche, Wälder und Seen, die einen vergessen lassen, dass man in einer Großstadt lebt. Vor allem die Bucht von Ōsaka ist eine Sehenswürdigkeit, während man sich trotz all der ruhigen Natur dennoch auf die sehr wohl unruhige, hektische Einkaufsmeile begeben kann. Dort herrscht das wirkliche Leben und es gibt kaum ein Eck, in welchem man keinen Mitmenschen trifft.
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Dieses Forum wurde in Erinnerung an Yoshio erstellt, der bis September 2015 ein treuer Freund und dem ein oder anderen als Moderator und einziger mit dem Posten König meines alten Forums Caste Heaven bekannt war. Leider war seine Amtszeit kurz, dafür regiert er jetzt die nackten Engel im Himmel. Ruhe in Frieden, mein Freund, mein Moderator, mein König.